Spotting in Korfu am 22.07.2005

Ziemlich lange schon habe ich nichts mehr von mir hören lassen. Das heisst nicht, dass ich spotting-mässig auch so untätig war, ganz im Gegenteil. Jedoch liess die hohe schulische Beanspruchung im letzten halben Jahr dann jeweils keine Zeit mehr, um die Fotos forumsgerecht online zu stellen.
Da ich jetzt Ferien habe, kann ich endlich „Altlasten“ verarbeiten.
Wir begeben uns also zurück in den Sommer 2005. Da stand –as usual- als Sommerurlaub eine Woche Korfu an, verbunden natürlich mit einem eintägigen Aufenthalt am Airport. Davon möchte ich nun gut 60 Bilder präsentieren.
Leider waren viele von ihnen zu dunkel geraten. Ich habe mir beim bearbeiten zwar Mühe gegeben, aber einige Shots waren nur schwer und mit qualitativen Einbussen zu retten. Ich bitte um Nachsicht :)
Und jetzt; Enjoy!
Los geht die Reise natürlich in Zürich, mit der Edelweiss geht es in Richtung Korfu:

Dabei ist es mir während des Abfluges noch gelungen, ein schönes Übersichtsbild von Zürich zu schiessen. Gut sieht man das Pistensystem und die Terminals. Viel ist um diese Zeit nicht los, der Edelweiss-A330 bei der SRTechnics fällt jedoch auf

Der Flug ist eigentlich unspektakulär, jedoch freue ich mich, die kroatische Stadt Zadar aus der Luft erkennen zu können. Nur wenige Wochen zuvor hatte ich dort mit meiner Klasse die Abschlussreise verbracht (mehr Bilder der Stadt habe ich übrigens >>hier<<

Nach einem knapp zweistündigen Flug inklusive eines guten Essens sind wir schon im Anflug auf Korfu!

So, nun zum eigentlichen Teil des Berichtes :)
Kurz vor 7 Uhr, Sonnenaufgang in der Hotelanlage, und der Spotting-Verrückte ist natürlich schon wach :)

Nach einer nicht enden wollenden Busfahrt (unklimatisiert, eingepfercht zwischen gestressten griechischen Pendlern) bin ich endlich an meinem Ziel angelangt. Der Kanoni-Hügel. Von hier hat man eine tolle Übersicht auf den Pistenanfang der Rwy35.
Ich muss nicht lange warten, schon kommt der erste Flieger angerauscht. Und dann noch was für einer! KrasAir 767-200 aus Moskau Domodedovo.

Es geht aber auch kleiner. Diese Skyhawk gehörte zu einem Verband von 3 oder 4 französischen Maschinen, die den ganzen Tag über das Gebiet unsicher (ja, der Funkweise an schon :)) machten.

Der Lokal-Matator liess sich auch sogleich blicken. Aegean J-Lino aus Athen oder Thessaloniki:

Der nächste Gast hat eine weitere Strecke hinter sich.“Finnair 1797“ mit derselben 757, die ich hier schon letztes Jahr abgelichtet hatte :)

Die erhöhte Lage des Spotting-Punktes ermöglicht tolle, ungewohnte Blickwinkel:

Standardperspektive der ersten der unzähligen „Blauen“. „Britännia 572-Alpha“ on finals 35!

And again. Die Farbkombination gefällt mir hier ausgezeichnet!

Für Prop-Freaks: Olympic Aviation ATR72 kommt aus Thessaloniki an

Mal ein anderer Zaungast als immer nur „D-MÖVE“ und „SP-ATZ“: “K-REBS“!

Ich habe mich inzwischen vom Hügel hinunter ans Wasser begeben, um näher bei den Fliegern zu sein. Et volià, die KrasAir kommt mich schon besuchen.

Es gibt viele spezielle Airports auf der Welt, aber so etwas erlebt man wohl nur hier in Korfu!

Und noch ein Grössenvergleich. (Denkanstoss: Vergleich Finanzen und Lebenssituation)

Imposant ist sie natürlich, die 767!

Wechseln wir die Sichtweise. Ein Versuch eines künstlerischen Bildes mit dem nächsten Mitglied der hellblauen Armada:

Natürlich kann man in Korfu auch Bilder vor blauem Himmel schiessen...

....doch ich denke ihr stimmt mit mir überein, dass die Landschaft als Hintergrund viel reizvoller ist?!

Ich hatte mir zum Ziel gesetzt, diesmal die lokale Komponente etwas mehr einzubringen. Noch nicht perfekt, aber ich habs versucht :)
(„Futura 1118“, eine 737-800 aus Belfast, davor das das Frauenkloster Vlacherna aus dem 17. Jahrhundert.

Dieses hier gefällt mir schon sehr viel besser! Werde ich beim nächsten Besuch noch perfektionieren ;)

Die ATR macht sich derweil von der Rwy17 aus dem Staub, via Zakynthos nach Thessaloniki.

Auch die Finnair verzieht sich wieder in den hohen Norden:

Derweil kommen neue Gäste an. Dieser Challenger CL-604 (HZ-SJP3) gehört einer zypriotischen Baufirma. Flog nachher übrigens weiter nach Genf!

Der nächste Jumbolino kommt angerauscht

Wir kennen alle den Effekt der Wirbelschleppen der Jumbolinos. Hier sind sie aber einmal bildlich dargestellt. Toller Effekt (ausser dem Ausgang, dass ich nachher plitschnass war, da diese „Windhose“ auf den Damm und auf mich zugeschossen kam :))

Der Meyer spricht immer von einem Damm – was meint der eigentlich?
Ich meine das „Prunkstück“ Korfus, das (unter anderem) diesen Airport so speziell macht. Kostprobe gefällig? :)

Doch weiter mit Flugzeugen. Unterdessen wurde die Anflugrichtung gewechselt. So kam mir „Britannia 018A“ beim Abbremsen direkt entgegen

Zeig dich!

Wieder ein Blauer, diesmal aber zwei Nummern grösser:

„Lord Horatio Nelson“ ganz nah!

Ein anderer blauer Bobby erhebt sich kurz danach in die Luft. Trotz schwedischer Registrierung geht die Reise nach Teesside, EGNV.

Auch CSA schickte einen Bobby vorbei, „CSA 6572“ from Brno has just arrived!

Ein stetiges Kommen und Gehen: Die Futura geht heim nach Brüssel:

Vertraute Stimmen am Funk: Das wird doch nicht etwa? Doch, es ist! Auch eine Swiss aus Basel genehmigte sich einen Visual-Approach auf die Rwy17 und landete (natürlich ;)) sanft.

Heimatgefühle machen sich breit. Ungewohnte Umgebung für die IJN!

Kurz später, ein tschechisches Dickschiff kommt als „CSA 6566“ aus der Hauptstadt angerumpelt.

Weiter geht’s mit englischen Chartern. Herr Koch versuchte, gegen die hellblaue Übermacht anzukämpfen, stand mit nur einer 757 (Topjet 997Kilo aus Newcastle) jedoch auf verlorenem Posten:

Weil so speziell grad noch einmal :)

Siehste, kurz später meldet sich die hellblaue Armada zurück. Die „G-BYAT“ kommt als „Britannia 313Alpha aus Bristol“ und posiert im schönsten Abendlicht vor dem Tower!

Die Übermacht der blauen nimmt beängstigende Ausmasse an, die kleine Swiss macht sich schleunigst aus dem Staub, während sich hinten ein blauer Koloss bedrohlich ins Blickfeld schiebt:

Kurz später ist er gelandet und markiert präsenz: Es ist die dicke blaue, (nein, keine beschwippste All Inclusive-Touristin, sondern) eine weite 767 aus dem grossen Fuhrpark der Thomsonfly. („Britannia 528A“ aus Cardiff übrigens)

Plötzlich Nervosität am Funk. Dem nahen Wasserflugzeug wird barsch die Takeoff-Clearence verweigert, auch auf dem Boden wird für Ordnung gesorgt. Was da wohl los ist?
Kurz später zeigte sich der Grund, diese Hercules der Hellenic AirForce stürzte sich in den Anflug.

Was da nun genau los war, weiss ich nicht. Fünf Minuten später verabschiedete sich das Teil jedoch schon wieder...

....und ward nicht mehr gesehen.

Nun konnte auch der reguläre Flugbetrieb wieder aufgenommen werden. Eine Britannia 757 war die erste, die sich kraftvoll in die Lüfte schwang:

Die Schwestermaschine komplettierte derweil erst ihren Hinflug im schönsten Abendlicht. Übrigens die selbe Maschine wie auf dem Bild mit der Kirche und den Booten, G-BYAP.

Und nochmals, als kleines Stimmungsbild mit dem Meer...

A propos Stimmungsbild: Spotting in Korfu tut auch neben dem Aviatikherz auch der Seele gut. Tolle Stimmung hier, nicht?

Um die untergehende Sonne optimal zu nutzen, positionierte ich mich neu auf dem Steg.
Eines meiner Lieblingsbilder:

Auch dieses hier ist nicht zu verachten, vor allem das Boot bereichert den Eindruck:

Backtrack im Abendlicht:

Nochmals eine Landung. Leider fliegen die Flugzeuge hier perspektivisch leicht „abwärts“, was den Eindruck etwas trübt.

Und kurz vor dem endgültigen Sonnenuntergang folgt nochmals eine Maschine; Eine unbemalte 737 der Olympic:

Ich klettere erneut auf den Kanoni-Hügel und sehe noch etwas dem bunten Treiben in der Abendstimmung zu:

Um den Spotting-Tag stilvoll zu beschliessen, geht es danach in die Taverne „Captain George“ gleich am Platz zum Abendessen. Hier erwartet einem eine tolle, presiwerte Küche und ein unvergleichlicher Restaurant-Besitzer. Wer George schon in Aktion erlebt hat, weiss, was ich meine.
Viel zu schnell vergeht der Abend, noch ein obligater Eintrag in sein Gästebuch wo sich die internationale Spotterelite verewigt hat, schon geht’s endgültig ins Hotel zurück. Nicht jedoch ohne ein Abschlussbild von „Captain George“ höchst persönlich :)

Wenige Tage später stand dann der Rückflug mit der Edelweiss an.

Viel spektakuläres gibt es nicht zu berichten. Der Start erfolgte auf der Piste 17, wobei ich nochmals einen Blick auf den Kanoni-Hügel, das Spotterparadies, werfen konnte:

Dank der Departure Route, die einen Dreiviertelkreis erfordert, hatte ich auch noch einen schönen Ausblick auf den Airport. Voilà. Im Vordergrund der Pistenkopf Rwy35, mit dem Kanoni-Hügel, dem Damm und der Mäuseinsel:

Und während des Überflugs noch ein Blick in die andere Richtung. Ist er nicht traumhaft, der Flughafen in der Lagune?

Zwei Stunden später schwebte ich erneut in Zürich ein, und eine weiche Landung besiegelte diese tollen Ferien.
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Wow, fertig :)
Ich hoffe, ihr habt euch trotz der grossen Bilderanzahl nicht gelangweilt. Mir jedenfalls hat die Rückkehr zum Berichte schreiben enorm Spass bereitet und ich werde mich mit grossem Elan bald an die Niederschrift weiterer Trips aus dem Sommer 2005 machen :)
Ich danke für die Aufmerksamkeit und würde mich über einige Kommentare natürlich sehr freuen!
Herzliche Grüsse,
Tis
Spotting-Tipps: